Am Sonntag (16.09.2019) von 13-17 Uhr haben wir unseren ersten Aktionstag in der Innenstadt durchgeführt.

Bewußt sollte es kein Tag der offenen Tür sein, sondern wir wollten zu den Bürgern gehen, um eine große Resonanz zu erhalten.

Zeitgleich fand das Food-Truck Festival statt und als Rahmenprogramm zum Aktionstag wurde auch ein verkaufsoffener Sonntag durchgeführt.

Gemeinsam mit dem Stadtmarketing und der Wirtschaftsgemeinschaft haben wir ein Programm auf die Beine gestellt, welches Pinneberg so noch nicht erlebt hat.

Bei strahlender Sonne beobachten schon zahlreiche Gäste die Aufbauarbeiten und stürmten die Attraktionen schon vor der offiziellen Eröffnung.

Die Feuerwehr hatte die Programmpunkte vorbereitet:

  • Feuertaufe Aktionsmodule des Landesfeuerwehrverbandes, eine Art Kletter-Rutsch-Hüpfburg
  • Kinderrallye
  • Foto-Point Tanklöschfahrzeug, Fotos auf dem Dach des TLF in Schutzkleidung der Jugendfeuerwehr
  • Wasserspiele mit der Jugendfeuerwehr
  • Übung technische Hilfeleistung mit Hebekissen
  • Übung Personenrettung mittels Drehleiter
  • Übung Gefahrgutaustritt
  • Übung Menschenrettung und Brandbekämpfung in einem Kaufhaus
  • Informationsstand des Förderungsringes

 

Die Fahrzeuge wurden im Verlauf der Fußgängerzone platziert und der Rathausvorplatz war fest in Kinderhand mit Wasserspielen unserer Jugendfeuerwehr und dem Aktions-Modul des Landesfeuerwehrverbandes.

Pünktlich um 13:30 Uhr startete die erste Übung auf dem Lindenplatz. Eine Person war von einem Pkw überrollt und klemmte unter dem Auto fest. Das Moderatorenduo, bestehend aus Claus Böttcher vom THW in Pinneberg und unserem ehemaligen Kameraden Wido Schön, jetzt Wehrführer in Quickborn kommentierte die Übung sachkundig. Mit ihrer lockeren Art sorgten sie für Unterhaltung und Information auf höchstem Niveau! Vielen Dank ihr habt das super gemacht!

Nach der Rettung der Person waren die Bürger aufgefordert, einmal selber Hand anzulegen. Im Laufe des Nachmittags haben unzählige Bürger sich die Schutzkleidung übergezogen und einmal selber mit Schere und Spreizer den Unfallwagen zerlegt. Die Kameraden berichteten von ein großen Begeisterung und Neugierde der Teilnehmer.

 

Die zweite Schau-Übung wurde an der Adler-Apotheke erlebbar. Ein Bauarbeiter war auf dem Balkon im 2.Obergeschoß von der Leiter gestürzt und hatte sich schwere Verletzungen am Rücken zugezogen. Die Besatzung des RTW forderte die Drehleiter an um den Patienten achsengerecht und schonend vom Balkon zu transportieren. Auch hier hat unser Moderatorenteam den vollen Drosteivorplatz mit Informationen versorgt.

Nach einer kurzen Pause stand schon die Dritte Übung an. Gegen 15:30 Uhr stolperte ein Kurierfahrer mit einer Lieferung für den Laden Brille&Kunst im Eingangsbereich. Dabei wurde ein Karton beschädigt und Dampf stieg auf. Da es sich um 37%ige Salzsäure handelte wurden die Spezialisten in Chemikalienschutzanzügen in den Einsatz geschickt. Ein Trupp erkundete die Einsatzstelle, nachdem diese weiträumig abgesperrt wurde. Das defekte Behältnis wurde geborgen und in einem Überfass gesichert. Nach dem Hinweis zur WarnApp NINA wird sicherlich die Verbreitung in Pinneberg vorangehen.

Die 4. und letzte Übung am Nachmittag fand im Modehaus Kunstmann statt. Im 1. Obergeschoß ist es im Bereich der Umkleidekabinen zu einem Feuer gekommen. Die Mitarbeiter haben das Modehaus geräumt. Zwei Mitarbeiter wurden jedoch noch vermisst.

Über die Leitstelle wurde der 4. Alarm am heutigen Tag ausgelöst und die Kameraden liefen zur simulierten Feuerwache um den durch Claus Böttcher getauften Emergency-Striptease vorzuführen. Damit ist der schnelle Wechsel von privater Kleidung in die Schutzkleidung gemeint.

Das Moderatoren-Duo erklärte die Vorgehensweise und die Technik die zum Einsatz kam. Mit der Aufforderung keine Hemmungen zu haben und dem Angriffstrupp zu folgen brach ein ungeahnter Run auf die Eingangstür los. Der Vorplatz leerte sich und die Feuerwehrkameraden hatten Mühe in das Gebäude zu gelangen. Aber das wollten wir ja so haben. Einmal selber erleben und erfahren, was die Kameradinnen und Kameraden tun bei einem Innenangriff. Nach kurzer Suche wurden die „Opfer“ gefunden und mit Fluchthauben ausgestattet die Treppe herunter geführt.

Vor der Tür angekommen wurden die „Opfer“ an den Rettungsdienst übergeben und die eingesetzten Trupps knieten sich zu den Kindern. Hier konnte der Atemschutzgeräteträger einmal live erlebt werden durch anfassen und befragen wurde Ängste abgebaut und Vertrauen aufgebaut.

 

Während des ganzen Tages stand eine riesige Video-Wand vor der Drostei und zeigte unser Imagevideo und zahlreiche Video-Sequenzen aus der Arbeit der Feuerwehr.

Mit dem Ende der Veranstaltung ist es noch zu einem Real-Einsatz auf dem Drosteivorplatz gekommen. Die Friteuse in einem Food-Truck hatte Feuer gefangen. Die an der Feuerwache in Bereitstellung stehenden Wehren aus Kummerfeld und Borstel-Hohenraden rückten über den Rübekamp an. Das Feuer war bereits mit einem CO² Löscher erstickt worden. Mittels einer elektrischen Einhandflex wurde die Seitenwand des Fahrzeuges aufgeschnitten um an die Glutnester heranzukommen. Der Einsatz erfolgte unter Atemschutz und hatte mindestens soviele Zuschauer wie die 4 Übungen zuvor.

Die Veranstaltung war aus Sicht der Feuerwehr Pinneberg ein voller Erfolg. Wehrführer Claus Köster war überrascht, wie gut die Veranstaltung angenommen wurde.

 

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, ihr seid Spitze gewesen!

 

Dank an die Feuerwehren aus Borstel-Hohenraden und Kummerfeld.

Dank an die Wirtschaftsgemeinschaft und das Stadtmarketing.

Dank an die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein und den Kreisfeuerwehrverband.

Dank an die Geschäfte in der Stadt Pinneberg und unsere Sponsoren.

Dank an das Technische Hilfswerk Pinneberg, den kommunalen Servicebetrieb der Stadt Pinneberg, die Landespolizei und die Stadtwerke.

Dank an den Förderungsring und seine Mitglieder.

Und ein besonders großes Dankeschön an die Organisatoren und alle Kameradinnen und Kameraden, der Jugendfeuerwehr, der Einsatz- und Ehrenabteilung für ihr Engagement!