Die vergangenen Einsätze im Stadtgebiet haben eindrucksvoll gezeigt, wie sehr die aktuelle Hitzewelle alle Bereiche unseres Alltags beeinflusst. Auch der Wasserverbrauch steigt in solchen Zeiten spürbar an. Dabei möchten wir daran erinnern: Das Wasser, das im privaten und gewerblichen Bereich zum Duschen, Kochen, Gießen oder in der Industrie genutzt wird, ist gleichzeitig das wichtigste Löschmittel der Feuerwehr.

Deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger im privaten wie auch im gewerblichen Umfeld verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen und den Verbrauch, wo immer möglich, zu reduzieren. Schon kleine Maßnahmen helfen: Muss der Wasserhahn beim Zähneputzen laufen? Ist die Bewässerung des Rasens wirklich notwendig? Muss ein Pool jetzt befüllt werden? Jeder bewusste Umgang mit Wasser unterstützt uns dabei, im Einsatzfall ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu haben.

Eine mögliche Maßnahme ist auch die leichte Reduzierung des Netzdrucks. Hierzu auch ein Beitrag im Kanal der Stadt Pinneberg durch unsere stellvertretende Wehrführung. Dadurch kommt zwar etwas weniger Wasser aus dem Hahn, aber gleichzeitig kann Wasser eingespart werden. Für die Feuerwehr ist das jedoch unmittelbar spürbar: Das Befüllen unserer Löschfahrzeuge dauert länger und bei langanhaltenden Einsatzlagen steht entsprechend weniger Wasser zur Verfügung. Um diese Maßnahmen möglichst zu umgehen, sollten wir alle etwas mithelfen und sorgsam Wasser verbrauchen. Trotz allem Sparens, das Trinken von kühlen Getränken, möglichst ohne viel Zucker gehört ausdrücklich nicht zu den Sparempfehlungen. Trinken sie ordentlich Wasser. Wir müssen dies bei unseren Einsätzen auch tun und das in erhöhter Dosis, um auch noch die dicke Schutzkleidung zu kompensieren, die uns vor der Flammenhitze schützt. Aber eben auch das regulieren der eigenen Körpertemperatur erschwert.

Die gute Nachricht: Die Bevölkerung in Pinneberg und im Umland muss sich keine Sorgen machen. Die Feuerwehr Pinneberg führt auf ihren sechs wasserführenden Fahrzeugen rund 12.000 Liter Wasser mit. Dank moderner CAFS-Anlagen (Druckluftschaum) können wir zudem mit deutlich weniger Wasser wirksam löschen. Und sollte eine größere Lage entstehen, können wir auf die Unterstützung der umliegenden Gemeinden sowie der Feuerwehrbereitschaften des Kreises Pinneberg zurückgreifen. Auch dort stehen wasserführende Fahrzeuge bereit, die im Pendelverkehr große Mengen Wasser an die Einsatzstelle bringen können.

Die Feuerwehren sind auf die Temperaturen vorbereitet – bitte seien Sie es ebenfalls. Vermeiden Sie unnötige Risiken im Umgang mit Feuer: kein Unkrautvernichten mit Brennern, kein Grillen im Wald oder auf trockenen Wiesen, verwenden Sie für Grillgeräte eine feste und sichere Unterlage und entsorgen Sie heiße Asche niemals im Müll. Halten Sie außerdem vorsorglich etwas Löschwasser in Eimern bereit.

Gemeinsam können wir dazu beitragen, Brandrisiken zu senken und wichtige Wasserreserven zu schonen. Weitere Tipps zu dem Thema der Hitzevorsorge & zum Sparen von Wasser gibt es auf der Seite der Stadt Pinneberg oder aber auch auf der Seite des Landes Schleswig-Holstein unter Bevölkerungsschutz.