- Einsatznummer:
- 520/2026
- Einsatzzeit:
- Heute, 06:21 Uhr
- Einsatzort:
- Wedel, Im Flerren
- Stichwort:
- Feuer 3 Löschzüge Menschenleben in Gefahr bis zu 10 betroffene Personen
- Einsatzdauer:
- 6 Stunden 29 Minuten
- Mannschaftsstärke:
- 20
- Fahrzeuge:
- 1. MTW, LF 20-L, WLF, 1. KdoW, 2. KdoW, GW-Hygiene
Einsatzbericht
Wir wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Wedel zur Unterstützung bei einem Kellerbrand alarmiert.
Hier der Bericht des Kreisfeuerwehrverbandes:
FW-PI: Kellerbrand in Wedel: Feuerwehr rettet Bewohner
Pinneberg (ots)
Datum: Donnerstag, 22. Oktober +++ Im Flerren, Wedel +++ FEU 3 R10 (Feuer, drei Löschzüge 6-10 Verletzte)
Bei einem ausgedehnten Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Im Flerren in Wedel hat die Feuerwehr am Donnerstagmorgen 21 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebäude gerettet. Eine Frau erlitt eine Rauchvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Als die Feuerwehr gegen 5.40 Uhr wegen Rauchs in einem Treppenhaus alarmiert wurde, deutete zunächst wenig auf einen größeren Einsatz hin: Im Treppenhaus war lediglich leichter Rauchgeruch wahrnehmbar, außerdem hatte ein Rauchwarnmelder ausgelöst. Noch während der Erkundung breitete sich jedoch schlagartig dichter Rauch im gesamten Treppenhaus aus. Einsatzleiter Maximilian Hackl ließ daraufhin das gesamte Gebäude räumen. Viele Bewohner konnten das Haus über das Treppenhaus verlassen, mehrere Personen mussten jedoch von außen über Steckleitern aus den Fenstern gerettet werden. Dabei kamen auch so genannte Fluchthauben zum Einsatz, die kurzzeitig Schutz vor giftigem Qualm bieten.
Im weiteren Verlauf retteten die Einsatzkräfte zudem zwei Katzen aus einer Wohnung.
Die anschließende Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da sich der Brandherd im Keller nicht orten ließ. Der massive Rauch zog durch die gesamte Nachbarschaft, die Leitstelle gab eine NINA-Warnung heraus und forderte Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Aufgrund der unklaren Lage entschied die Einsatzleitung, den Keller mit Schaum zu fluten. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Gegen 8.20 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Auch ein Übergreifen des Feuers auf das Wärmeverbundsystems der Fassade konnte im Anfangsstadium verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch über mehrere Stunden hin.
Da die Feuerwehrleute ausschließlich unter schwerem Atemschutz vorgehen konnten, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Holm und Pinneberg nachalarmiert. In der Spitze waren bis zu 100 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz, darunter 30 Atemschutzgeräteträger.
Der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot von 25 Einsatzkräften angerückt. Die Retter sichteten alle evakuierten Bewohner. Bis auf die eine Person mit der Rauchgasvergiftung blieben alle unverletzt. Sie wurden vor Ort von Kräften des Roten Kreuzes betreut.
Weil in dem Gebäude 32 Personen gemeldet waren, war zunächst von einer höheren Zahl an Verletzten und Vermissten ausgegangen. Daher war im Verlauf auch das Einsatzstichwort auf FEU 3 R10 angepasst wurden. Die anderen Personen befanden sich aber zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause.
Wedels Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto sowie Kreiswehrführer Stefan Mohr machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Die Stadt kümmerte sich um die Unterbringung der Betroffenen. Die meisten Bewohner kamen bereits eigenständig unter, lediglich für eine Bewohnerin wurde noch eine Unterkunft gesucht.
Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Strom und Gas sind abgeschaltet, das gesamte Haus ist durch Ruß und Brandrauch belastet. Eine Rückkehr ist zumindest heute nicht mehr möglich. Wann die Bewohner wieder in ihre Wohnungen können, ist offen. Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen, die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.
Kreisfeuerwehrverband Pinneberg
Pressesprecher
Sebastian Kimstädt
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