Einsatznummer:
20110195
Einsatzzeit:
1. Juli 2011, 03:14 Uhr
Einsatzort:
Waldhofstraße, 25474 Ellerbek, Deutschland
Stichwort:
Feuer, 12 Löschzüge
Einsatzdauer:
6 Stunden 31 Minuten
Mannschaftsstärke:
25
Fahrzeuge:
PKW, ELW 2, TLF 20/40-SL, DLK 23/12, 1. LF 8, LF 20/16-P, WLF, AB-AS

Einsatzbericht

Ellerbek: Großfeuer einer Holzhandlung

Von: Michael Bunk, Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Datum: Freitag, 1. Juli 2011, 2.34 Uhr Einsatzort: Ellerbek, Waldhofstraße Einsatz: FEU 12 (Feuer, zwölf Züge)

Fotos: Michael Bunk, Hauke Pannen

Ellerbek – Bei einem Großfeuer in einer Holzhandlung in Ellerbek ist ein Millionenschaden entstanden. Auf dem weitläufigen Gelände sind drei von fünf Hallen unterschiedlicher Größe niedergebrannt. Mehr als 200 Kräfte aus zahlreichen Feuerwehren des Kreises Pinneberg sowie aus Hamburg sind im Einsatz. Die Feuerwehr bemüht sich erfolgreich, die bisher nicht betroffenen Hallen zu halten. Außerdem wurden zwei gefährdete Hallen auf Nachbargrundstücken vor einem Flammenüberschlag bewahrt. Damit wurde erreicht, was angesichts der bereits bei der Alarmierung fortgeschrittenen Brandausbreitung zu schaffen war. Personen wurden nicht verletzt.

Anrufer hatten gegen 2.34 Uhr von lautem Knallen berichtet. Vermutlich zündete zu diesem Zeitpunkt das Feuer in einer der Hallen durch. Diese stand daraufhin in Vollbrand. In den betroffenen Hallen waren Holzzäune sowie Plastikfolien und Kunststoffplatten gelagert. Darin fand das Feuer reichlich Nahrung, was eine schnelle Brandausbreitung verursachte. Außerdem gibt es große Freilagerflächen. Das Gelände ist etwa 100 mal 70 Meter groß.

Für die Wasserversorgung wurden außer dem Hydrantennetz mehrere offene Wasserstellen wie Teiche und Regenrückhaltebecken angezapft. Dazu mussten Schlauchleitungen mit einer Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern verlegt werden.
Die örtliche Einsatzleitung um den Ellerbeker Wehrführer Holger Rechter wurde von der Technischen Einsatzleitung mit dem stellvertretenden Kreiswehrführer Frank Homrich an der Spitze unterstützt. Für die Abarbeitung wurden drei Einsatzabschnitte gebildet. Kreiswehrführer Bernd Affeldt war mit der Erstalarmierung ausgerückt und half in der Anfangsphase koordinierend mit.

Gegen 9 Uhr waren die offenen Flammen gelöscht und die ersten auswärtigen Kräfte konnten aus dem Einsatz entlassen werden. Außerdem wurden Kräfte zur Ablösung der erschöpften Helfer alarmiert.

Der ABC-Dienst des Kreises Pinneberg nimmt derzeit Messungen des Brandrauches vor. Dieser zog in der ersten Phase ungehindert nach oben und war selbst aus der Hamburger Innenstadt noch gut zu sehen. Im Laufe des Einsatzes senkte diese sich ab. Außer den üblichen Brandgasen wurden keine außergewöhnlichen Stoffe in erhöhter Konzentration festgestellt. Die Polizei unternahm Lautsprecherdurchsagen in angrenzenden Wohngebieten. Außerdem wurden Rundfunkdurchsagen veranlasst und die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg brachte im Pendelverkehr neue Atemluftflaschen und Schlauchmaterial von der Kreisfeuerwehrzentrale nach Ellerbek. Insgesamt wurden 480 Atemluftflaschen getauscht. Außerdem brachten die Gerätewarte sechs Kilometer B-Schläuche und 4,5 Kilometer C-Schläuche an die Einsatzstelle
Während der Löscharbeiten kam es im Bereich Ellerbek zu Verkehrsbehinderungen. Die Pinneberger Straße musste zeitweise voll gesperrt werden, weil dort Schläuche verlegt wurden.
Die Einsatzkräfte wurden vom Deutschen Roten Kreuz mit Heiß- und Kaltgetränken sowie Brötchen verpflegt worden. Die Feuerwehren freuen sich besonders über die schnelle Unterstützung des Fohsack-Getränkemarkts, der in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle liegt. Er stellte bereits in der Anfangsphase Kaltgetränke für die ehrenamtlichen Helfer zur Verfügung. Außerdem haben viele Nachbarn spontan Hilfe angeboten – auch für ganz „dringende Bedürfnisse“.

Wegen des großen Andrangs von Medienvertretern wurde eine zeitweise mit vier Personen besetzte mobile Pressestelle des KFV Pinneberg eingerichtet.

Kräfte
FF Ellerbek: TLF 16/25, 2 LF 8
FF Bönningstedt: HLF 20/16, TLF 16/25, LF 8, GW-L, ELW 1
FF Halstenbek: DLK 23/12, LF 20/16, LF 16/12, LF 8/6, KdoW, MTW
FF Egenbüttel: LF 8, TLF 16/25, MZF
FF Rellingen: ELW 1, TLF 16/25, 2 LF 16/12, LF 8/6, GW-L, MTW
FF Pinneberg: ELW 2, DLK 23/12, TLF 20/40 SL, LF 20/16P, LF 8, WLF mit AB-AS, Pkw
FF Prisdorf: HLF 20/16, LF 8, ELW 1, MZF
FF Borstel-Hohenraden: LF 16/12, HLF 8/6, MZF
FF Quickborn: ELW 1, LF 16, TLF 24/50, LF 10/6, GW-A, 2 MTW
FF Uetersen: LF 20/16, 2 MZF
TEL Kreis Pinneberg: ELW 2, MZF und Anhänger
Pressesprecher KFV Pinneberg
KFV Pinneberg: Schlauchwagen
ABC-Dienst Kreis Pinneberg: ELW 2, WLF mit AB-G, 2 ErkdW
BF Hamburg: Zug 15 mit HLF und DLK 23/12
FF Hamburg-Schnelsen: HLF 16/12, LF 16-TS
FF Hamburg-Francop: Wasserförderungskomponente
FF Stellingen, FF Bergedorf und FF Lohbrügge: Spür- und Messkomponenten