Einsatznummer:
252/2018
Einsatzzeit:
29. Juli 2018, 21:53 Uhr
Einsatzort:
Hermanstraße
Stichwort:
FEU 3
Einsatzdauer:
5 Stunden 57 Minuten
Mannschaftsstärke:
48
Fahrzeuge:
PKW, ELW 2, 1. MTW, 3. MTW, TLF 20/40-SL, DLK 23/12, LF 10/6, LF 20/16-P, 1. HLF 20/16, 2. HLF 20/16, RW 2, WLF, GW-N, Flo Pi 16-11-01 ELW, Flo Pi 16-18-01 MTW, Flo Pi 16-42-01 LF8, Flo Pi 16-46-01 LF20/16

Einsatzbericht

Es brannte eine Halle auf dem Gelände der ehemaligen Firma Wuppermann.

Bei der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte schon eine starke Rauchentwicklung ausmachen. Um 22:05 Uhr wurde Vollalarm angefordert von der Einsatzleitung, für die Feuerwehr Pinneberg (FEU2). Parallel hat die Polizei die Hochbrücke gesperrt, aufgrund der Sichtbehinderung.

Durch die Leitstelle wurde eine Warnung verbreitet mittels Warn-App NINA. Weiterhin wurde durch die Polizei mittels Lautsprecherdurchsagen in den angrenzenden Straßen aufgefordert, die Fenster und Türen zu schließen.

Die erste Brandbekämpfung wurde von der Drehleiter aus sowie vom ersten eintreffenden Löschfahrzeug von außen vorgetragen.

Die nachrückenden Kräfte aus Waldenau fuhren zum Parkplatz unter der Hochbrücke und haben die Löschwasserversorgung und den Löschangriff von der Skateboardbahn aus vorgetragen. Somit gäbe es zwei Einsatzsabschnitte, von denen aus die Brandbekämpfung durchgeführt wurde.

Das Feuer hat sich sehr stark im Deckenbereich ausgebreitet. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr Prisdorf (FEU3) nachgefordert, um die Anzahl der Atemschutzgeräteträger zu erhöhen und nötige Erholungspausen sicher zu stellen. In der Nacht waren die Temperaturen noch weit über 20 Grad Celsius. Die Kameraden brauchten immer wieder Pausen, um zu trinken und zu erholen.

Das brennende Gebäude war zu diesem Zeitpunkt stark einsturzgefährdet. Aus diesem Grund wurde ein Bagger zur Einsatzstelle beordert, um die Dachkonstruktion einzureißen und dann gefahrlos ablöschen zu können. Die Löscharbeiten wurden mittels handgeführter Strahlrohre sowie von der Drehleiter aus mit Druckluftschaum (CAFS) durchgeführt.

Was in dem Objekt befindlich war, konnte nicht festgestellt werden. Nach den Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben zwecks Ursachenermittlung.

 

Bericht des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg:

Pinneberg (ots) – Pinneberg: Fünfeinhalbstündiger Löscheinsatz bei Großfeuer auf Industriebrache Datum: Sonntag, 29. Juli 2018, 21.52 Uhr Einsatzort: Pinneberg, Hermannstraße Einsatz: FEU 3 (Feuer, drei Züge)

Pinneberg – Die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg ist am Sonntagabend zu einem Großfeuer auf einem ehemaligen Industriegelände an der Hermannstraße gerufen worden. Dort brannte eine leer stehende Lagerhalle mit den Ausmaßen 15 mal 50 Meter. Betroffen war ungefähr die Hälfte dieses Komplexes. Insgesamt waren 74 ehrenamtliche Helfer der Wehren Pinneberg und Prisdorf fünfeinhalb Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Personen wurden nicht verletzt. Brandursache und Schadenshöhe sind Ermittlungsgegenstand der Polizei. Anwohner hatten um 21.52 Uhr über Notruf Feuerschein und eine starke Rauchentwicklung gemeldet. Dies bestätigte der stellvertretende Pinneberger Wehrführer Kai Halle als ersteintreffende Einsatzkraft wenig später. Wegen des dichten Rauchs wurde die direkt oberhalb der Brandstelle liegende Hermann-Kath-Brücke für knapp zwei Stunden gesperrt. Außerdem wurde über die Warn-App NINA die Bevölkerung in der Nachbarschaft aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine besondere Gefahr ging von den Brandrauch jedoch nicht aus. Die Zuwegung zum Brandobjekt war schwierig, die Halle war auf der betroffenen Seite eingewachsen. Die Feuerwehr musste mehreren Bäume und Sträucher mit einer Kettensäge beseitigen, um vom Skaterpark unterhalb der Hochstraße sich einen Zugang zu schaffen. Zur Brandbekämpfung wurden drei handgeführte Strahlrohre und zeitweise das Wenderohr der Drehleiter zur Kühlung der Dachflächen eingesetzt. Wegen der drohenden Einsturzgefahr hatte der Einsatzleiter, Pinnebergs Wehrführer Claus Köster, auf einen Innenangriff verzichtet. Um an alle Brandnester zu gelangen, musste die Außenwand teilweise mit einem Bagger eines Unternehmens geöffnet werden. Den zusätzlichen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern deckte die nachalarmierte FF Prisdorf. Die Einsatzstelle wurde um 3.34 Uhr an die Polizei übergeben Zeiten: 21.52 Uhr: Alarm FF Pinneberg nach FEU G 22.05 Uhr: Vollalarm FF Pinneberg (FEU 2) 23.19 Uhr: Alarm FF Prisdorf (FEU 3)

Kräfte FF Pinneberg: 47 mit 14 Fahrzeugen FF Prisdorf: 27 mit vier Fahrzeugen KFV Pinneberg: stellv. Kreiswehrführer Stefan Mohr, Pressesprecher RKiSH: 1 RTW in Bereitstellung Polizei und Kripo Einsatzleiter: Claus Köster, Wehrführer FF Pinneberg