Einsatznummer:
400/2019
Einsatzzeit:
31. Dezember 2019, 23:13 Uhr
Einsatzort:
Hermanstraße
Stichwort:
Feuer, 4 Löschzüge
Einsatzdauer:
5 Stunden 29 Minuten
Mannschaftsstärke:
48
Fahrzeuge:
ELW 2, 1. MTW, TLF 20/40-SL, LF 20/16-P, 1. HLF 20/16, 2. HLF 20/16, WLF, AB-AS, GW-N, DLK 23/12 (1996), PKW (2002), LF 20-L, FF11 ELW1, FF11 HLF20, FF11 LF16/12, FF11 TLF16/25, KFV mit SKW und Pressesprecher, Kreisbrandmeister, Polizei, RKiSH mit Rettungswagen

Einsatzbericht

Der letzte Einsatz im Jahr 2019 mit der laufenden Nummer 400 führte uns wieder auf das bekannte Gelände der ehemaligen Metallgießerei. In zwei Hallen brannte es jeweils. Nach einer ersten Lageerkundung und eingeleiteter Löschmaßnahmen mit zwei Strahlrohren wurde für die Feuerwehr Pinneberg Vollalarm gegeben.

Da das Gelände nicht mehr genutzt wird, musste der Weg für die Drehleiter zwischen zwei Gebäuden erst mit einer Handsäge von Ästen und kleineren Bäumen befreit werden. Dabei verletzte sich ein Kamerad an der Hand. Dieser wurde mittels bereitstehendem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die Kommunikation während des Einsatzes war ab Mitternacht unheimlich schwierig, da die Funksprüche im Zischen und Knallen der Raketen und Feuerwerkskörper unterging.

Nach der Positionierung der Drehleiter wurde ein Wenderohr eingesetzt und aus dem Korb der Drehleiter gelöscht. Um genügend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zu haben, wurde die Feuerwehr Rellingen alarmiert. Die verfügbaren Kräfte rückten in den Bereitstellungsraum Ottostraße aus. Im weiteren Einsatzverlauf wurde im Drehleiterkorb mit gemischten Teams aus Pinneberg und Rellingen gearbeitet. Mittels Einreißhaken wurde versucht die Decke in einem Gebäudeteil zu öffnen.

Der Schlauchwagen der Feuerwehrtechnische Zentrale wurde angefordert um Schlauchmaterial und Atemluftflaschen an die Einsatzstelle zu bringen. Ein Fachberater des THW wurde hinzugezogen, um die Möglichkeiten zu ermitteln, mit technischem Gerät an das Dach zu kommen. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der zur Verfügung stehenden Mittel konnte hier keine technische Unterstützung geleistet werden. Unsere Kräfte öffneten die Dachhaut manuell und konnten hier auch einen Erfolg verzeichnen, der es ermöglichte die letzten Brandnester abzulöschen.

Um 02:28 wurde die Feuerwehr Rellingen mit Dank aus dem Einsatz entlassen und die Kameraden konnten nach dem Bestücken der Fahrzeuge wieder einrücken. Die ersten Kräfte aus Pinneberg konnten ebenfalls ihre Fahrzeuge wieder einsatzbereit machen und abrücken. An der Hauptfeuerwache galt es dann noch die Fahrzeuge zu betanken, Schaum nachzufüllen und umfangreiche Reinigungsarbeiten durchzuführen.