- Einsatznummer:
- 508/2026
- Einsatzzeit:
- Gestern, 11:53 Uhr
- Einsatzort:
- Osterloher Weg
- Stichwort:
- Feuer, 2 Löschzüge
- Einsatzdauer:
- 3 Stunden 2 Minuten
- Mannschaftsstärke:
- 39
- Fahrzeuge:
- 2. MTW, 4. MTW, LF 10/6, LF 20/16-P, 1. HLF 20/16, 2. HLF 20/16, LF 20-L, WLF, AB-AS, 1. KdoW, 2. KdoW, DLAK 23-12, ELW 1, GW-Hygiene, GW-L1
Einsatzbericht
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stieg dunkler Rauch aus weiten Teilen des Hart eingedeckten Daches empor. Ein Dachflächenfenster ist verbrannt und Flammen schlugen in den blauen Mittagshimmel. Schon auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe durch den Einsatzleiter Claus Köster von „Feuer“ auf „Feuer Groß“ und im weiteren auf „Feu2“ erhöht. Dadurch wurde nicht nur der Tag Alarm, sondern zeitnah Vollalarm gegeben.
Dies zeigte sich als einsatzentscheidend im weiteren Verlauf. Dadurch konnten wir frühzeitig schon mit geballter Kraft das Feuer von innen und außen angehen und dank der CAFS-Löschtechnik den Schaden im Rahmen halten. Die Einsatzstelle wurde in drei Abschnitte eingeteilt, um die Koordination und Kommunikation im Raum optimal auszurichten. Zur Unterstützung in der Einsatzführung wurde die ELW-Gruppe aus Quickborn im frühen Stadium hinzugezogen sowie weitere Atemschutzgeräteträger aus der Nachbargemeinde Kummerfeld. Welche ebenfalls mit einem Löschgruppenfahrzeug die Gebietsabdeckung für Pinneberg übernommen haben für kleinere Einsätze.
Durch die fundierte Rückmeldung de4 Bewohner zu Energieversorgung im Haus und die baulichen Gegebenheiten konnte sofort der Innenangriff eingeleitet werden. Es musste keine Personesuche vorgenommen werden welche zu Verzögerung bei den ersten Löschmaßnahmen güführt hätte. Im Innenangriff wurde das Feuer in Badezimmer schnell gelöscht. Parallel wurde die Drehleiter mit dem Wenderohr und einem zusätzlichen Strahlrohr in Stellung gebracht, um den Angriff von außen zu unterstützen. Im Badbereich musste zum Ablöschen unter Atemschutz ein weiter Teil der Dachpfannen abgenommen werden, um effektiv dann das CAFS-Schaummittel in die Dämmung der Dachhaut einzubringen. Weitere Trupps sicherten im rückwärtigen Bereich und kontrollierten, dass das Feuer unter der Innenverkleidung nicht durchgelaufen war bzw. löschten diesen Bereich gezielt ab. In Summe wurden sechs Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung im Gebäude und auf der Drehleiter eingesetzt.
Mit der Feuerwehr waren die Polizei Pinneberg zur Absicherung und Spurensicherung im Einsatz, der Rettungsdienst der RKiSH für die medizinische Absicherung unserer im Einsatz befindlichen Kräfte und der Energieversorger, um das Objekt sicher stromlos zu legen und die Gasversorgung abzuschiebern. Dies ermöglichte im weiteren Verlauf ein gefahrloses Arbeiten auch bei offen liegenden Kabeln.
Nach einer guten Stunde konnte vom Einsatzleitwagen gemeldet werden „Feuer aus, Nachlöscharbeiten über längeren Zeitraum“. Eingesetzte Kräfte wurden über die eingerichtete Einsatzhygiene ausgeschleust und mit sauberer Kleidung versorgt sowie die kontaminierte Schutzkleidung und das Gerät eingepackt, um eine Verschleppung der giftigen und gesundheitsschädlichen Gase und Partikel zu vermeiden.
Um kurz nach 14: Uhr konnten unsere Kräfte einrücken und die Fahrzeuge, die Gerätschaften sowie die Schutzkleidung für kommende Einsätze wieder herrichten. Vor Ort wurde die Einsatzstelle an das THW Pinneberg übergeben. Unter der Leitung von Zugführer Kim Ernst wurde von den THW-Helfern die Dachhaut mit Planen verschlossen und somit eine weitere Schädigung des Objektes durch Witterungseinflüsse auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren. Hier zeigte sich wieder einmal wie gut die Zahnräder im „FeuerWerk“ zwischen THW und Feuerwehr ineinandergreifen. Ebenso die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehreinheiten und Polizei mit Rettungsdienst. Eine Arbeit in allen Belangen auf Augenhöhe, die sich am Ende im Ergebnis des Einsatzes mit geringstmöglichem Schaden auszahlt.






